Feuerzeug Information: Wie funktionieren die verschiedenen Zündtechniken?
Reibradzündung (Flint) Ein Zündstein aus Cereisen wird mit Federkraft an ein scharf geriffeltes Reibrad angedrückt. Bei einer Drehbewegung des Reibrades werden kleine Teile des Zündsteines abgespannt, dabei erhitzen sie sich und verbrennen in einer Funkenkaskade. Das Brennstoff-Luftgemisch wird dadurch enzündet. Vorteile: Unkomplizierte, robuste Technik, wenig Raumbedarf und somit grösserer Tank. Funktioniert auch in hohen Lagen und bei Kälte. Nachteile: Wechseln des Zündsteins, Zündsteinreste, die aber mit einer Bürste leicht entfernt werden können.
Piezozündung: Bestimmte Kristalle und kristalline Keramiken bauen beim Einwirken von mechanischem Druck elektrische Spannung auf. Durch die Betätigung der Zündtaste wird ein Hammer unter Feder kraft auf das Keramikkristall (Piezo-Element) aufgeschlagen, dadurch entsteht eine Spannung von 8–10 KV. Diese Spannung entlädt sich über eine Funkenstrecke am Brennerventil und entzündet das Gas-Luftgemisch. Vorteile: Einfache Handhabung, kein Wechseln des Zündsteines. Nachteile: Grosser Raumbedarf und somit kleinerer Tank, funktioniert bei grosser Kälte und ab einer gewissen Höhe (ca. 1000 Meter über Meer) nicht mehr einwandfrei.
Catalizer/Jet Flame/Turbo: Die Zündung ist eine Piezozündung, aber über dem Ventil liegt ein Plättchen das mit Laser wie ein Netz durchbohrt wird. Bei der starren Flamme (Jet Flame) ist der Druck im Tank sehr hoch und das Gas strömt mit höherem Druck durch dieses Netz, dadurch ergibt sich die starre Flamme. Beim Catalizer-Feuerzeug (Glühen der Flamme) ist die Technik dieselbe, nur dass die Löcher im Netz grösser sind und der Druck des Gases weniger hoch ist. Vorteile: Windfest, rasches Anzünden der Zigarette oder Zigarre. Nachteile: Grosser Raumbedarf und somit kleiner Tank, funktioniert bei grosser Kälte und ab einer gewissen Höhe (ca. 1000 Meter über Meer) nicht mehr einwandfrei. Diese Feuer zeuge müssen öfter nachgefüllt werden und verlangen ein sehr sauberes Gas, sonst werden die durchbohrten Netze verschmutzt. Die Flamme wird sehr heiss, Gefahr, dass die ätherischen Oele einer Zigarre verbrannt werden, sehr vorsichtiges Anzünden erforderlich.
Elektrische Zündung mit Batterie-Energie: Ein Kondensator wird mit Spannung aus einer Batterie ständig aufgeladen gehalten. Bei Betätigung der Zündtaste wird die gespeicherte Spannung über einen Umschalter in die Wicklung eines Hochspannungstransformators geleitet. In der Sekundärwicklung baut sich dann eine Hochspannung auf, die sich über eine Funkenstrecke am Brennerventil entlädt. Vorteile: Sehr leise Zündung. Nachteile: Jährliches Erneuern der Batterie.
Benzin-Feuerzeug: Das Benzinfeuerzeug war das erste handliche Instrument, nach Streichhölzern und Lunten, für den Raucher. Das Benzin wird durch eine Wattefüllung des Tankes weitgehend vom Verdunsten geschützt. Der Stein wird aus Graphitstaub gepresst. Der Docht bildet das Zwischenglied zwischen Funke und Benzin. Auch heute noch ist das weltbekannte Zippo Feuerzeug ein Statussymbol und eines der funktionstüchtigsten Feuerzeuge durch seine Einfachheit. Vorteile: Sehr funktionstüchtig und absolut windsicher. Nachteile: Beim Anzünden entsteht leichter Benzingeruch. |